Warte nur, balde …

Nein, das vergesse ich wohl nicht:
ich rieche ihn noch ganz genau,
den Atem jener jungen Frau,
so wie er aus dem Munde kriecht:

so endlos traurig und ergeben.
Es ist auch viel, wenn du verlangst,
dann Ruhe zu bewahren, Angst,
ja, nackte Angst um dieses Leben,

das sie doch gestern noch verdross,
die wuchs empor zu größter Not.
Verloren, was ihr Zuflucht bot.
Und alles, was so träge floss,

stürzt wie ein Wasserfall
und reißt das bisschen Leben fort.
Sie ahnt Verlust von Zeit und Ort.
Das Grauen ist schon überall.

Vergeblich fällt sie noch ein Lot
ins Unberechenbare und
schon quillt der Atem aus dem Mund
als Bote: balde naht der Tod.

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Datum: Donnerstag, 10. September 2009 9:30
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