Auf der Schwelle

Geöffnet liegt sie vor uns: weit,
die Landschaft, karg möbliert
mit den Insignien der Zeit.
Wir gingen ungeniert

durch frisch geworfnes Heu
und hielten uns an jedes Hand,
herzklopfend. Keinem war es neu,
es war das alte stille Land

das Land, wo Milch und Honig fließt.
Noch träumst du und du witterst nur,
und während du stumm weiterziehst,
folgst du im Herzen einer Spur,

die unerhört zu finden ist.
Kein Laut erschallt im weiten Land.
Du wendest dich mit einer List
und hast im Dämmern dich erkannt.

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Datum: Freitag, 11. September 2009 11:13
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