Das Dichten, weißt du, tut mir gut
Du denkst, ich denke und ich richte.
Ach, nichts von alledem:
ich denke nicht, ich dichte,
ich mach es mir in mir bequem.
Ich schau ins Seelenland und sichte
die Gräben und die Gräberfelder,
schau in die Dickichte und lichte
die Unterhölzer und die Wälder.
„Die Seele ist ein weites Land.“
Das sagte ein mir lieber Dichter.
Ich bin mir nur zum Teil bekannt,
entdecke immer noch Gesichter,
die mir im Ausdruck fremd. Ich bleibe
nach all den Jahren auf der Hut.
Das Richten halt ich mir vom Leibe,
das Dichten, weißt du, tut mir gut.