Ik zie jij altijd

Wir saßen hier auf dieser Bank,
es ist zwei Jahre her.
Du warst dir selbst verborgen krank.
Dein Blick ging weit auf’s Meer.

Und dort hast du den Schnaps getrunken,
du frorest damals sehr.
Und kommend hast du stets gewunken,
doch war dein Herz schon schwer.

Du hast so gern zu Tisch gesessen
und kochtest stundenlang.
Dann gab es unser Lieblingsessen.
Dir war vorm Abend bang.

Und liefen wir entlang der Grachten,
war mir kein Weg zu weit.
Wir waren ernst, gleichwohl wir lachten
auch in der uns gebliebnen Zeit.

Ich wollt und konnte es nicht glauben,
du wirktest doch noch so vital.
Ein Schwarm grad aufgescheuchter Tauben –
so gingst du fort mit einem Mal.

Jetzt seh ich dich an allen Orten,
erinn’re jede Kleinigkeit
wie Dornen, die sich in mich bohrten.
Du glaubtest an die Ewigkeit,

die ich nicht zu erhoffen wage.
Der Mensch ist so entsetzlich klein.
So steh ich vor der großen Frage,
ich suche dich und bin allein.

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Datum: Freitag, 11. September 2009 10:03
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