Letzter Urlaubsabend

Eine Windbö jagt die and’re,
Haselbusch- und Erlenzweige
schreiben rauschend kalligraphisch,
wie mit schnell geführter Feder
Zeichen, die sich gleich verlier’n.

Unbeirrt von diesem Treiben
sitzen in dem hohen Rasen
die Kaninchen halb verborgen.
Und die Vögel blättern flüchtend
einen neuen Abend auf.

Während ich durchs Zimmer wand’re
geht das Licht ganz sacht zur Neige.
Wind beruhigt sich, melancholisch
seufzt ein Luftzug hin und wieder.
Leise klappern uns’re Tür’n.

Kurz nur konnten wir hier bleiben,
doch die Zeichen, die wir lasen,
halfen, fahren wir auch morgen.
Und erneut das Dunkel lichtend
nimmt der nächste Tag den Lauf.

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Datum: Freitag, 11. September 2009 11:10
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