Noch immer

Noch immer ist es…
als gingest du gedankenvoll
im Abendlicht an meiner Seite.
Die Straßen waren nicht mehr voll,
die Plätze zeigten leere Weite.

Und leere Weite war in dir.
Wenn ich mich heute rückbesinne,
seh ich dich wie vor einer Tür,
die Klinke in der Hand, beginne

dein Ahnen langsam zu begreifen.
Du hast dich selten ausgesprochen,
wollt’st nicht im Larmoyanten schweifen,
wenn ohnehin der Stab gebrochen.

Dein Sprechen folgte dem Kalkül
von Wissen, Sinn und von Moral.
Wer tragen kann, erträgt auch viel.
Und wer hat letztlich schon die Wahl?

Tags »

Autor:
Datum: Freitag, 11. September 2009 10:04
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Unerhört

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben

Login erforderlich