Paulines Nachtlied
„Sing mir noch mal das alte Lied,
das mit dem Mond, du weißt es schon!“
Wer weiß, wie oft das noch geschieht,
wann er verklingt, der letzte Ton
der tausendfach gesung’nen Weise,
derweil du deinen Tag beschließt
und aufbrichst zu verborg’ner Reise
und träumend in das Dunkel siehst
aus dem du, Jahre ist es her, entkommen
in einen liebevollen Arm.
Ach, manchmal bin ich ganz beklommen.
Ich halte dich so fest und warm –
so würd ich gern gehalten werden
von irgendjemand, irgendwann,
an meinem letzten Tag auf Erden.
Doch wer stimmt mir ein Nachtlied an?