Puppenmutter
Die kleinen Füße ragen aus dem Tragesack
wie selbstverständlich in die Welt hinein.
Das Baby schwankt, du trägst es huckepack,
und immer bleibt es ‚brav’ und klein.
Es lässt sich anzieh’n – wunderschöne Sachen,
du kleidest es so gerne aus und an,
das Baby lässt schier alles mit sich machen.
Du sprichst mit ihm und lächelst. Irgendwann
seh ich dich, mit dir eins wie heute,
nur größer und die Haut nicht ganz so weich,
zu deinen Füßen hockt die kleine Meute.
So manchen hast du stundenlang getragen,
jetzt leitest du erzählend in ein Reich,
in der sie – wie einst du – die ersten Schritte wagen.