Schatten in Arkadien
für Paul Celan
Augen auf
und Augen zu,
ein neuer Tag,
bald hast du Ruh.
Die Zeit,
das Rote Meer,
wich lang zurück,
umspült die Füße schon.
Versteckt im Schatten
triffst du Sophrosyne,
die zarte, die durch Adoption
grad erst zu mir gekommen.
Der Morgen ist so ruhig,
so ohne jeden Ton
und bleich
wie „schwarze Milch“.
Wann ist sie ausgetrunken?
Sprich mir Auge
vom Iriskranz
der Bläue.