Nähe

für Pauline zum 8. Geburtstag

Was will man mehr, als die Geschichten,
die man zwischen den Zeilen schrieb,
fast unbemerkt in all den dichten
Verpflichtungen. Was übrig blieb,

ist viel. Weiß man nur hinzuschauen:
ein Augenaufschlag, ein Geruch,
und trotz und alledem Vertrauen,
das tragen wird und immer trug.

Es sind nicht die spektakulären
Erinnerungen, die besteh’n,
oft sind es grad die ungefähren,
die leisen Spur’n, die nicht vergeh’n

und weiterführen, wenn schon lange
ein and’rer geht an deiner Hand,
ein Kuss, das Streicheln einer Wange,
das uns für alle Zeit verband.

Und was du weitergibst im Stillen,
auch wieder nur so zwischendrin.
Ach, Nähe folgt nicht uns’rem Willen.
Sie folgt dir heimlich, gleich wohin.

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Datum: Montag, 26. Oktober 2009 12:32
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