Für Matthias und Dorothee zum fünfzigsten Geburtstag

Fünfzig Jahre sind verflossen,
schaust zurück und oft verschossen
sind die Bilder jener lang vergang’nen Zeit.
Keins davon hast du vergessen,
hast du auch viel unterdessen
kommen wie auch gehen gesehen, Freuden und auch Leid.
Siehst die Zukunft noch verschwommen,
hoffst das weit’re Jahre kommen,
vielleicht noch einmal soviel.
Willst du auch nicht Heesters werden,
find’st du es doch schön auf Erden,
ist das Leben auch oft mehr als ein Bühnenspiel.

Sitzt jetzt hier im Kreis der Lieben,
die zum Glück nicht jünger blieben,
solidarisch prosten sie dir alle zu.
Und sich selbst, gewissermaßen,
noch gibt es genug zu spaßen,
für die meisten kommt die Fünfzig auch im Nu.
Siehst die Früchte deiner Mühen
manchmal and’re Wege ziehen,
als du es einmal geahnt.
Sei’s d’rum, nur der gute Wille
zählt zuletzt und die Gefühle,
die vor langen Jahren von dir angebahnt.

Soviel gibt es zu erzählen,
dass es schwer fällt auszuwählen,
und am Ende steht man beinah sprachlos da.
Was war wichtig? Stand am Rande?
Was war Ruhm, was eine Schande?
Ganz egal, das Schönste ist, wir sind uns nah.
Manches muss man runterschlucken
und kann nicht mal darauf spucken,
wenn man es auch gerne tät.
Doch wie wir darüber denken,
können wir zum Glück selbst lenken,
und auch zu vergessen ist es nie zu spät.

Lasst uns heute Lieder singen,
die die Zeiten wiederbringen,
die ganz ohne Zweifel längst vergangen sind.
Ganz gleich nach wie vielen Jahren,
bleibt uns doch, was wir erfahren
haben, als wir jung war’n unser liebstes Kind.
Statt missmutig rumzunölen
woll’n wir uns’re Stimme ölen,
satt und heiter aufgelegt.
Später ziehen wir dann weiter,
jeder seine Jahresleiter,
und wir hoffen, dass sie uns noch länger trägt.

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Datum: Mittwoch, 19. Mai 2010 9:04
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