Gerd Gust zum 50. Geburtstag

Noch immer spielt der Sommerwind
mit deinen wirren Haar’n,
die kaum bemerkt versilbert sind
vom Staub aus fünfzig Jahr’n.
Von dem, was du begonnen hast,
war wenig nur verkehrt.
Du spürst es wohl bei aller Last:
es war der Mühe wert.
Natürlich weißt du nicht, was bleibt,
wie solltest du es auch,
du weißt nur, was dich weitertreibt,
so irgendwie im Bauch.

Siehst du die Wege, die du gingst,
merkst du die Zeit zerrinnt.
Du fasst das Steuer und du bringst
dein Segel in den Wind.
Doch gäb dir irgendeine Fee
die Chance zum Neubeginn,
du schlügst sie aus, tät’s dir auch weh,
du zweifeltest am Sinn.
Zunächst erscheint es wunderschön,
wenn alles endlos wär,
doch blieben alle Uhren steh’n,
das Leben würd dir schwer.

Das alles weißt du und bist still.
So viel hast du erfahr’n.
Das Schicksal treibt, ganz wie es will
oft Früchte erst nach Jahr’n.
Was unscheinbar an Zweigen hängt
wird endlich groß und rund.
Durch deines Wesens Wurzeln drängt
die Kraft aus dunk’lem Grund.
Dann irgendwann ist Erntezeit,
voll Farben blüht der Herbst,
als Abglanz einer Ewigkeit,
die du am Ende erbst.

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Datum: Mittwoch, 19. Mai 2010 9:00
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Ein Kommentar

  1. 1

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