Mondschein

Mondschein, deine Silbermähne
hab ich fest gepackt und sacht
schaukeln alle Wolkenkähne,
wenn wir fliegen durch die Nacht.

Niemals wird ein Wort gesprochen,
doch es gilt für alle Zeit,
unser Bund wird nicht gebrochen,
nicht in alle Ewigkeit.

In den Träumen läuft der Schimmel
in verborgnes Seelenland.
Über ihm der Sternenhimmel
hat zwei Wagen angespannt.

Unbestimmbar sind die Ziele,
keiner kennt die Dunkelheit.
Wir sind Puppen in dem Spiele
unverstandner Ewigkeit.

Morgens dann, wenn wir erwachen,
scheint die Traumwelt uns so fremd.
Bei so vielem, was wir machen,
wird die Phantasie gehemmt.

Doch in Versen nur und Bildern
ahnen wir die Wirklichkeit,
und sie können Ängste mildern,
Trauer, Zorn und andres Leid.

Mondschein, deine Silbermähne
hab ich fest gepackt und sacht
schaukeln alle Wolkenkähne,
wenn wir fliegen durch die Nacht.

Irgendwann kehr ich nicht wieder
von der Reise durch die Nacht.
Dann vergesst nicht meine Lieder,
die im Mondschein ich gemacht.

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Datum: Mittwoch, 19. Mai 2010 8:56
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