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	<title>Christoph Katz WeBlog &#187; Liedertexte</title>
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	<description>Gedichte und mehr...</description>
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		<title>Es</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 06:32:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles genichtet, verfahren, erwartet und doch verdrängt, ergraut in all den Jahren und in ein Sein gezwängt Stunden, Tage, Jahre, vielleicht auch der Moment, ein Blitz, in dem das Wahre im Handumdrehn verbrennt. Untröstlich das Erinnern, an das, was nie gelebt, du weißt in deinem Innern hat es gleichwohl gebebt. Erzitternd und beklommen hast lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles genichtet, verfahren,<br />
erwartet und doch verdrängt,<br />
ergraut in all den Jahren<br />
und in ein Sein gezwängt</p>
<p>Stunden, Tage, Jahre,<br />
vielleicht auch der Moment,<br />
ein Blitz, in dem das Wahre<br />
im Handumdrehn verbrennt.<span id="more-344"></span></p>
<p>Untröstlich das Erinnern,<br />
an das, was nie gelebt,<br />
du weißt in deinem Innern<br />
hat es gleichwohl gebebt.</p>
<p>Erzitternd und beklommen<br />
hast lange du gewacht.<br />
Und doch scheint es entkommen.<br />
Ringsum blieb schwarze Nacht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Auf dem Kalvarienberg in Pollenca</title>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 06:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

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		<description><![CDATA[Karfreitagabend Die Menschen steh’n gedrängt, das Abendlicht weicht bald der Nacht. Gemurmel, Lachen, Kinderstimmen, man hat die Arme ruhig verschränkt. Bald sind die Fackeln angemacht, vereinzelt Zigaretten glimmen. Dann schlägt es neun und jeder harrt dem Zug, der langsam niederwallt. Die Trommeln schlagen monoton. Der tote Gott liegt aufgebahrt als Zeugnis uralter Gewalt. Man schweigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Karfreitagabend</p>
<p>Die Menschen steh’n gedrängt,<br />
das Abendlicht weicht bald der Nacht.<br />
Gemurmel, Lachen, Kinderstimmen,<br />
man hat die Arme ruhig verschränkt.<br />
Bald sind die Fackeln angemacht,<br />
vereinzelt Zigaretten glimmen.<span id="more-341"></span></p>
<p>Dann schlägt es neun und jeder harrt<br />
dem Zug, der langsam niederwallt.<br />
Die Trommeln schlagen monoton.<br />
Der tote Gott liegt aufgebahrt<br />
als Zeugnis uralter Gewalt.<br />
Man schweigt in fester Tradition,</p>
<p>derweil unendlich lange Reihen<br />
Vermummter stumm zu Tale schreiten,<br />
die Fackeln demütig gesenkt,<br />
die diesem Zug ein Grau’n verleihen.<br />
Man schaudert, denkt an all die Zeiten,<br />
durch den der Menschenstrom sich zwängt</p>
<p>und weiter quälen wird und dann bereuen<br />
und immer sucht nach dem verborgnen Sinn<br />
und zweifelt und verzweifelt geht.<br />
Wir, die uns augenblicks erfreuen,<br />
zieh’n langsam mit dem Zug dahin,<br />
von kühlem Abendwind umweht.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Le Vagabond</title>
		<link>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2011/02/08/le-vagabond-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 08:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel hat dir im Leben nicht so recht gepasst, doch hat dir dein Klagen je genützt? Du willst Frieden stiften, den du selbst nicht hast. Wüsstest du nur, wie man sich beschützt! Draußen fällt ein Regen, fein wie Entenflaum. Kannst du dich erinnern an deinen großen Traum? Warmer Wind lässt Blätter wild im Kreis sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel hat dir im Leben nicht so recht gepasst,<br />
doch hat dir dein Klagen je genützt?<br />
Du willst Frieden stiften, den du selbst nicht hast.<br />
Wüsstest du nur, wie man sich beschützt!<br />
Draußen fällt ein Regen, fein wie Entenflaum.<br />
Kannst du dich erinnern an deinen großen Traum?<br />
Warmer Wind lässt Blätter wild im Kreis sich drehen.<br />
Noch bleibt etwas Zeit – wir werden sehen.<span id="more-338"></span></p>
<p>Du bist alt geworden, fast wie über Nacht.<br />
Willst es noch nicht glauben, auch wenn du es weißt.<br />
Und das junge Mädchen, mit dem du gelacht,<br />
fragt dich später nicht mal, wie du heißt.<br />
Ach, sind unsre Namen mehr als Schall und Rauch?<br />
Du weißt keine Antwort und du suchst sie nicht.<br />
Spürst die Winterkälte und Hunger spürst du auch,<br />
und du fasst dir tastend ins Gesicht.</p>
<p>Du bist dir nicht sicher, ob du es noch bist.<br />
Dir bleibt manchmal nur Erinnerung.<br />
Wolltest oft vergessen, was du lang vermisst,<br />
stehst allein mit der Verwunderung,<br />
dass die Welt sich weiterdreht, ganz gleich, was aus dir wird,<br />
so wie sie’s schon immer tat, lang eh’ es dich noch gab,<br />
und noch tut, wenn sich schon lange deine Spur verliert<br />
und nichts übrig ist, nicht mal ein Grab.</p>
<p>Du nimmst dir noch einmal aus der Flasche nach,<br />
die nicht ganz so einsam bleibt wie du.<br />
Und nach ein paar Stunden bist du nicht mehr schwach.<br />
Fast meinst du, der Spiegel hört dir zu.<br />
Doch von diesem Aus- und Aufbruch bleibt dir nicht so viel,<br />
und am nächsten Morgen sitzt da nur ganz fett<br />
neben Seifenblasen ein Kater auf dem Bett.<br />
Und du weißt, es war das alte Spiel.</p>
<p>Willst dein Schweigen brechen, doch du kannst es nicht,<br />
hast vertraut und sahst dich oft enttäuscht.<br />
Willst dich nirgends rächen, gehst nicht ins Gericht,<br />
trägst jetzt eine Maske als Gesicht.<br />
Soll’n die andren denken, du seist so wie sie,<br />
willst dich nicht verrenken, dass man dich versteht.<br />
Selbst, wenn du es wolltest, ging’s wahrscheinlich nie.<br />
Lieber bist du der, der wortlos geht.</p>
<p>Man sieht dich als Trottel, mal als heil’gen Mann,<br />
wie’s die Angst der andren gerade will.<br />
Schnell geht man vorüber, manchen ziehst du an,<br />
Du machst weiter, fehlt dir auch das Ziel.<br />
Und so geht ein Tag ganz wie der andere vorbei,<br />
du tust, was du Pflichten nennst, fällst nicht weiter auf.<br />
Und am Ende ist es wohl auch einerlei.<br />
So nimmt jedes Leben seinen Lauf.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Saturday night</title>
		<link>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2011/02/08/saturday-night/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 08:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

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		<description><![CDATA[(für Henriette und Friederike) Heute gehst du ganz groß raus, du spielst die coole Supermaus. Mir stockt der Atem, wenn ich deinen Absatz seh. Hoffentlich, denk ich, knickst du nicht um in diesem Mörderschuh. Mir tun bei deinem Anblick schon die Füße weh. Doch du sagst, die Skepsis sei daneben, auf so ’ner Feier muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(für Henriette und Friederike)</p>
<p>Heute gehst du ganz groß raus,<br />
du spielst die coole Supermaus.<br />
Mir stockt der Atem, wenn ich<br />
deinen Absatz seh.<br />
Hoffentlich, denk ich, knickst du<br />
nicht um in diesem Mörderschuh.<br />
Mir tun bei deinem Anblick schon<br />
die Füße weh.<br />
Doch du sagst, die Skepsis sei daneben,<br />
auf so ’ner Feier muss man eben<br />
für seine Schönheit Kompromisse machen.<br />
Und schön ist, was halt jeder tut.<span id="more-331"></span></p>
<p>Die Haare wild, die Stirne kraus,<br />
der Spiegel sagt, du siehst gut aus.<br />
Ein letztes Mal greifst du<br />
zum Lippenstift.<br />
Du ziehst noch mal Konturen nach,<br />
der Lidstrich scheint dir auch noch schwach.<br />
Ich seh aus Augenwinkeln zu,<br />
du bist gewieft.<br />
Alles zeugt schon von Routine,<br />
mit siebzehn stehst du voll auf deiner Bühne.<br />
Spielst wie’ s vor und nach dir alle machen,<br />
und du kannst die Rolle gut.</p>
<p>Es schellt, du öffnest und im Nu<br />
steht da ein Vamp, genau wie du,<br />
nur blond wie eine Barbie,<br />
und ihr lacht euch an.<br />
Ich störe nicht das Teenyglück<br />
und frag nicht „wann kommst du zurück“.<br />
Ich weiß, du kommst schon irgendwie<br />
und irgendwann.<br />
Bei allem Feiern kennst du deine Grenzen,<br />
auch wenn die Augen lebenshungrig glänzen.<br />
Zum Glück kannst du auch gar nicht viel vertragen<br />
und passt gut auf dich selber auf.</p>
<p>Ich weiß nicht mehr, was machte ich<br />
mit siebzehn, ich erinnre mich<br />
nur schwach an diese Zeit,<br />
lang ist es her.<br />
Ich liebte die Philosophie,<br />
doch lieber hatt ich noch Marie,<br />
die Flower-power war nicht weit.<br />
Zur Bundeswehr<br />
konnte ich mich damals nicht entschließen,<br />
wollte nie auf irgendjemand schießen.<br />
Wollte meine eignen Wege wagen<br />
und nahm zuhaus den Streit inkauf.</p>
<p>Die Themen waren anders doch<br />
das Privileg bleibt immer noch,<br />
dass jung man Dinge anders sieht<br />
und Andres hofft.<br />
Das Alte scheint längst zugestaubt<br />
und attraktiv, was nicht erlaubt.<br />
Und dass man sich verstanden fühlt,<br />
das gibt’s nicht oft.<br />
Welten ändern sich und unsre Träume<br />
suchen sich stets neue Räume.<br />
Wer weiß, was erst unsre Enkel wollen,<br />
warten wir’s gelassen ab.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>An der Schwelle</title>
		<link>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2010/05/19/an-der-schwelle/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 07:05:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

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		<description><![CDATA[Du hältst den Bogen in der Hand, dein Köcher ist längst leer. Dein Bogen ruht, du bist gespannt – wo geht der Weg jetzt her? Der Wind treibt Blätter himmelhoch, vom alten Überschwang blieb wenig Kraft. Du spürst sie noch. Der Tag ist nicht mehr lang. Der Jäger steckt dir tief im Blut, was könnt’st [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du hältst den Bogen in der Hand,<br />
dein Köcher ist längst leer.<br />
Dein Bogen ruht, du bist gespannt –<br />
wo geht der Weg jetzt her?<br />
Der Wind treibt Blätter himmelhoch,<br />
vom alten Überschwang<br />
blieb wenig Kraft. Du spürst sie noch.<br />
Der Tag ist nicht mehr lang.<span id="more-326"></span></p>
<p>Der Jäger steckt dir tief im Blut,<br />
was könnt’st du and’res sein?<br />
Du schultest deinen Blick und Mut<br />
und oft stand’st du allein.<br />
Jetzt stehst du scheinbar wehrlos da,<br />
vor dir die große Nacht.<br />
Was bleibt aus deinem Repertoire,<br />
was bleibt dir noch an Macht?</p>
<p>Ein großes Schweigen hüllt dich ein,<br />
unbeugsam ist dein Blick.<br />
Du weißt, du musst jetzt tapfer sein,<br />
es gibt jetzt kein Zurück.<br />
Ein Köcher wird nie leer, es bleibt<br />
das Wort, das sicher trifft.<br />
Wenn alles sich dem Tod verschreibt,<br />
ist es das Gegengift.</p>
<p>So sprichst du jetzt das Dunkel an,<br />
gehst langsam auf es zu.<br />
Standst lange in des Lebens Bann,<br />
jetzt suchst du deine Ruh.<br />
Vergehst, doch du verlierst dich nicht,<br />
musst du auch von hier fort.<br />
Und dann siehst du ein großes Licht<br />
an einem ander’n Ort.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Für Matthias und Dorothee zum fünfzigsten Geburtstag</title>
		<link>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2010/05/19/fur-matthias-und-dorothee-zum-funfzigsten-geburtstag/</link>
		<comments>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2010/05/19/fur-matthias-und-dorothee-zum-funfzigsten-geburtstag/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 07:04:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://katz.psychologie-aktuell.com/?p=323</guid>
		<description><![CDATA[Fünfzig Jahre sind verflossen, schaust zurück und oft verschossen sind die Bilder jener lang vergang’nen Zeit. Keins davon hast du vergessen, hast du auch viel unterdessen kommen wie auch gehen gesehen, Freuden und auch Leid. Siehst die Zukunft noch verschwommen, hoffst das weit’re Jahre kommen, vielleicht noch einmal soviel. Willst du auch nicht Heesters werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fünfzig Jahre sind verflossen,<br />
schaust zurück und oft verschossen<br />
sind die Bilder jener lang vergang’nen Zeit.<br />
Keins davon hast du vergessen,<br />
hast du auch viel unterdessen<br />
kommen wie auch gehen gesehen, Freuden und auch Leid.<br />
Siehst die Zukunft noch verschwommen,<br />
hoffst das weit’re Jahre kommen,<br />
vielleicht noch einmal soviel.<br />
Willst du auch nicht Heesters werden,<br />
find’st du es doch schön auf Erden,<br />
ist das Leben auch oft mehr als ein Bühnenspiel.<span id="more-323"></span></p>
<p>Sitzt jetzt hier im Kreis der Lieben,<br />
die zum Glück nicht jünger blieben,<br />
solidarisch prosten sie dir alle zu.<br />
Und sich selbst, gewissermaßen,<br />
noch gibt es genug zu spaßen,<br />
für die meisten kommt die Fünfzig auch im Nu.<br />
Siehst die Früchte deiner Mühen<br />
manchmal and’re Wege ziehen,<br />
als du es einmal geahnt.<br />
Sei’s d’rum, nur der gute Wille<br />
zählt zuletzt und die Gefühle,<br />
die vor langen Jahren von dir angebahnt.</p>
<p>Soviel gibt es zu erzählen,<br />
dass es schwer fällt auszuwählen,<br />
und am Ende steht man beinah sprachlos da.<br />
Was war wichtig? Stand am Rande?<br />
Was war Ruhm, was eine Schande?<br />
Ganz egal, das Schönste ist, wir sind uns nah.<br />
Manches muss man runterschlucken<br />
und kann nicht mal darauf spucken,<br />
wenn man es auch gerne tät.<br />
Doch wie wir darüber denken,<br />
können wir zum Glück selbst lenken,<br />
und auch zu vergessen ist es nie zu spät.</p>
<p>Lasst uns heute Lieder singen,<br />
die die Zeiten wiederbringen,<br />
die ganz ohne Zweifel längst vergangen sind.<br />
Ganz gleich nach wie vielen Jahren,<br />
bleibt uns doch, was wir erfahren<br />
haben, als wir jung war’n unser liebstes Kind.<br />
Statt missmutig rumzunölen<br />
woll’n wir uns’re Stimme ölen,<br />
satt und heiter aufgelegt.<br />
Später ziehen wir dann weiter,<br />
jeder seine Jahresleiter,<br />
und wir hoffen, dass sie uns noch länger trägt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Für Henriette</title>
		<link>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2010/05/19/fur-henriette-3/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 07:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wind spielt sacht mit deinem Haar, du hast es aus dem Zopf befreit. Ich denk zurück, wie’s früher war, in deiner Bonner Kinderzeit. Da liefst du als die Strahlemaus mit Ringellöckchen um das Haus. Und lockte warmer Sonnenschein, dann zogen wir vereint zum Rhein. Wir suchten Steine, warfen sie mit unermüdlich sanftem Schwung so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wind spielt sacht mit deinem Haar,<br />
du hast es aus dem Zopf befreit.<br />
Ich denk zurück, wie’s früher war,<br />
in deiner Bonner Kinderzeit.<br />
Da liefst du als die Strahlemaus<br />
mit Ringellöckchen um das Haus.<br />
Und lockte warmer Sonnenschein,<br />
dann zogen wir vereint zum Rhein.<br />
Wir suchten Steine, warfen sie<br />
mit unermüdlich sanftem Schwung<br />
so über’s Wasser. Ich war jung.<br />
Nein, diese Zeit vergess ich nie.<span id="more-321"></span></p>
<p>Hoch über’m Rhein, am Rodderberg,<br />
da standen wir und sahen weit.<br />
An jeder Hand hielt sich ein Zwerg,<br />
der Rhein gab allem Ewigkeit<br />
in unermüdlich gleichem Fließen.<br />
Die Welt lag scheinbar uns zu Füßen.<br />
Und ihr, ihr spieltet voller Glück<br />
und wolltet nie nach Haus zurück.<br />
Der Wind dort oben ist so rau<br />
und frei und reißt dich mit sich fort.<br />
Was kam, das wusst ich nicht genau.<br />
Ich lauschte nach dem Zauberwort.</p>
<p>Im Kindergarten warst du groß,<br />
man nahm dich allerorten ernst,<br />
mal frei und mal auf einem Schoß.<br />
Und wenn du heute dich entfernst,<br />
dann weiß ich dich in Sicherheit.<br />
Du hast Gespür für Ort und Zeit,<br />
weißt, was dir wohl allein gelingt<br />
und wann dich Hilfe weiterbringt.<br />
Gehst oftmals lautlos deinen Weg<br />
und wenn du dich in Schweigen hüllst,<br />
schau ich dich an und überleg,<br />
wie du dich wohl tief drinnen fühlst.</p>
<p>Die Schule geht dir von der Hand,<br />
so wie ein flottes Kartenspiel.<br />
Als wär dir vieles schon bekannt,<br />
und eigentlich fehlt nur das Ziel,<br />
um in die Ferne aufzubrechen.<br />
Noch lässt sich nicht in Worten sprechen,<br />
was du in deinen Anschlag legst,<br />
pianospielend, du bewegst,<br />
derweil du unbeeindruckt scheinst,<br />
so viele, denen du gefällst.<br />
Du überzeugst, auch wenn du weinst<br />
und Scherben in den Händen hältst.</p>
<p>Gehst du am Morgen aus der Tür,<br />
siehst du dich selten einmal um.<br />
Wenn ich dich irgendwo berühr,<br />
weichst du zurück. Ich bleibe stumm.<br />
Weiß, du musst deine Wege gehen,<br />
seh mich wie einen Lehrer stehen,<br />
der seinen Schülern beigebracht,<br />
wie man etwas im Grundsatz macht.<br />
Und später kommt der Einzelfall,<br />
in dem du selbst entscheiden musst.<br />
Das Leben wirft zu dir den Ball,<br />
es zählt, dass du das Spiel versuchst.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gerd Gust zum 50. Geburtstag</title>
		<link>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2010/05/19/gerd-gust-zum-50-geburtstag/</link>
		<comments>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2010/05/19/gerd-gust-zum-50-geburtstag/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 07:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch immer spielt der Sommerwind mit deinen wirren Haar’n, die kaum bemerkt versilbert sind vom Staub aus fünfzig Jahr’n. Von dem, was du begonnen hast, war wenig nur verkehrt. Du spürst es wohl bei aller Last: es war der Mühe wert. Natürlich weißt du nicht, was bleibt, wie solltest du es auch, du weißt nur, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch immer spielt der Sommerwind<br />
mit deinen wirren Haar’n,<br />
die kaum bemerkt versilbert sind<br />
vom Staub aus fünfzig Jahr’n.<br />
Von dem, was du begonnen hast,<br />
war wenig nur verkehrt.<br />
Du spürst es wohl bei aller Last:<br />
es war der Mühe wert.<br />
Natürlich weißt du nicht, was bleibt,<br />
wie solltest du es auch,<br />
du weißt nur, was dich weitertreibt,<br />
so irgendwie im Bauch.<span id="more-319"></span></p>
<p>Siehst du die Wege, die du gingst,<br />
merkst du die Zeit zerrinnt.<br />
Du fasst das Steuer und du bringst<br />
dein Segel in den Wind.<br />
Doch gäb dir irgendeine Fee<br />
die Chance zum Neubeginn,<br />
du schlügst sie aus, tät’s dir auch weh,<br />
du zweifeltest am Sinn.<br />
Zunächst erscheint es wunderschön,<br />
wenn alles endlos wär,<br />
doch blieben alle Uhren steh’n,<br />
das Leben würd dir schwer.</p>
<p>Das alles weißt du und bist still.<br />
So viel hast du erfahr’n.<br />
Das Schicksal treibt, ganz wie es will<br />
oft Früchte erst nach Jahr’n.<br />
Was unscheinbar an Zweigen hängt<br />
wird endlich groß und rund.<br />
Durch deines Wesens Wurzeln drängt<br />
die Kraft aus dunk’lem Grund.<br />
Dann irgendwann ist Erntezeit,<br />
voll Farben blüht der Herbst,<br />
als Abglanz einer Ewigkeit,<br />
die du am Ende erbst.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Herbstlied für Henriette</title>
		<link>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2010/05/19/herbstlied-fur-henriette/</link>
		<comments>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2010/05/19/herbstlied-fur-henriette/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 06:59:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir stehen an der Promenade vorm ‚Dreesen’, stetig fließt der Rhein. Ich schau zum Drachenfels und gerade fällt mir ein Heine- Liedchen ein. Du hockst dicht neben mir, versonnen, wirfst Steine in die graue Flut. Oktoberlicht hat Gold gesponnen, die Wärme tut uns noch mal gut. Refr.: Die Steine hüpfen zwei, drei Mal, dann kommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir stehen an der Promenade<br />
vorm ‚Dreesen’, stetig fließt der Rhein.<br />
Ich schau zum Drachenfels und gerade<br />
fällt mir ein Heine- Liedchen ein.<br />
Du hockst dicht neben mir, versonnen,<br />
wirfst Steine in die graue Flut.<br />
Oktoberlicht hat Gold gesponnen,<br />
die Wärme tut uns noch mal gut.<span id="more-317"></span></p>
<blockquote><p>Refr.:<br />
Die Steine hüpfen zwei, drei Mal,<br />
dann kommen sie aus uns’rem Blick,<br />
die Wellen schlagen ohne Zahl<br />
zum Strand und in den Fluss zurück.</p></blockquote>
<p>Als du vor Jahren hier gestanden,<br />
war alles gleich, nur du warst klein.<br />
Und vieles, was wir seither fanden,<br />
lässt uns problemlos glücklich sein.<br />
Bleibt Heimat dort, wo man geboren,<br />
egal, wohin das Leben treibt?<br />
Vielleicht geht vieles erst verloren,<br />
wenn man zu lange sesshaft bleibt.</p>
<p>War es gemein von mir, zu fragen,<br />
wo du jetzt heute lieber wärst?<br />
Was solltest du denn dazu sagen,<br />
da du doch gleich schon weiterfährst.<br />
So schweigst du. Und du wirfst die Steine,<br />
als nähmen sie die Antwort ab.<br />
Ich wüsste selber, glaub ich, keine,<br />
an der ich nicht gezweifelt hab.</p>
<p>Wir fahr’n erinnerungsbeladen<br />
ganz langsam aus der Stadt heraus.<br />
Ich suche meinen roten Faden<br />
und immer wieder mein Zuhaus.<br />
Du aber spielst mit deiner Schwester<br />
und wirfst kaum einen Blick zurück.<br />
Ich fass das Steuer wieder fester,<br />
noch ist es weit bis Osnabrück.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Le Vagabond</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 06:57:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liedertexte]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel hat dir im Leben nicht so recht gepasst, doch hat dir dein Klagen je genützt? Du willst Frieden stiften, den du selbst nicht hast. Wüsstest du nur, wie man sich beschützt! Draußen fällt ein Regen, fein wie Entenflaum. Kannst du dich erinnern an deinen großen Traum? Warmer Wind lässt Blätter wild im Kreis sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel hat dir im Leben nicht so recht gepasst,<br />
doch hat dir dein Klagen je genützt?<br />
Du willst Frieden stiften, den du selbst nicht hast.<br />
Wüsstest du nur, wie man sich beschützt!<br />
Draußen fällt ein Regen, fein wie Entenflaum.<br />
Kannst du dich erinnern an deinen großen Traum?<br />
Warmer Wind lässt Blätter wild im Kreis sich drehen.<br />
Noch bleibt etwas Zeit – wir werden sehen.<span id="more-315"></span></p>
<p>Du bist alt geworden, fast wie über Nacht.<br />
Willst es noch nicht glauben, auch wenn du es weißt.<br />
Und das junge Mädchen, mit dem du gelacht,<br />
fragt dich später nicht mal, wie du heißt.<br />
Ach, sind unsre Namen mehr als Schall und Rauch?<br />
Du weißt keine Antwort und du suchst sie nicht.<br />
Spürst die Winterkälte und Hunger spürst du auch,<br />
und du fasst dir tastend ins Gesicht.</p>
<p>Du bist dir nicht sicher, ob du es noch bist.<br />
Dir bleibt manchmal nur Erinnerung.<br />
Wolltest oft vergessen, was du lang vermisst,<br />
stehst allein mit der Verwunderung,<br />
dass die Welt sich weiterdreht, ganz gleich, was aus dir wird,<br />
so wie sie’s schon immer tat, lang eh’ es dich noch gab,<br />
und noch tut, wenn sich schon lange deine Spur verliert<br />
und nichts übrig ist, nicht mal ein Grab.</p>
<p>Du nimmst dir noch einmal aus der Flasche nach,<br />
die nicht ganz so einsam bleibt wie du.<br />
Und nach ein paar Stunden bist du nicht mehr schwach.<br />
Fast meinst du, der Spiegel hört dir zu.<br />
Doch von diesem Aus- und Aufbruch bleibt dir nicht so viel,<br />
und am nächsten Morgen sitzt da nur ganz fett<br />
neben Seifenblasen ein Kater auf dem Bett.<br />
Und du weißt, es war das alte Spiel.</p>
<p>Willst dein Schweigen brechen, doch du kannst es nicht,<br />
hast vertraut und sahst dich oft enttäuscht.<br />
Willst dich nirgends rächen, gehst nicht ins Gericht,<br />
trägst jetzt eine Maske als Gesicht.<br />
Soll’n die andren denken, du seist so wie sie,<br />
willst dich nicht verrenken, dass man dich versteht.<br />
Selbst, wenn du es wolltest, ging’s wahrscheinlich nie.<br />
Lieber bist du der, der wortlos geht.</p>
<p>Man sieht dich als Trottel, mal als heil’gen Mann,<br />
wie’s die Angst der andren gerade will.<br />
Schnell geht man vorüber, manchen ziehst du an,<br />
Du machst weiter, fehlt dir auch das Ziel.<br />
Und so geht ein Tag ganz wie der andere vorbei,<br />
du tust, was du Pflichten nennst, fällst nicht weiter auf.<br />
Und am Ende ist es wohl auch einerlei.<br />
So nimmt jedes Leben seinen Lauf.</p>
]]></content:encoded>
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