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	<title>Christoph Katz WeBlog &#187; Schnitterlied</title>
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	<description>Gedichte und mehr...</description>
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		<title>Requiem für eine kleine Maus</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 10:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnitterlied]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo bist du kleiner „Marathon“? Hast du jetzt deine letzte Ruh? Du gingst ganz unbemerkt davon. Schaust du mir aus der Ferne zu? Klar, weiß ich, warst du eine Maus. Doch auch als Maus warst du nicht alt. Grad baute ich dir noch ein Haus, Nein, dich vergess’ ich  nicht so bald. Wie man im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo bist du kleiner „Marathon“?<br />
Hast du jetzt deine letzte Ruh?<br />
Du gingst ganz unbemerkt davon.<br />
Schaust du mir aus der Ferne zu?</p>
<p>Klar, weiß ich, warst du eine Maus.<br />
Doch auch als Maus warst du nicht alt.<br />
Grad baute ich dir noch ein Haus,<br />
Nein, dich vergess’ ich  nicht so bald.</p>
<p>Wie man im Leben alles übt,<br />
gibt’s eine Schule für Gefühle.<br />
Ich hab dich, kleine Maus, geliebt.<br />
Vielleicht war es des Winters Kühle,</p>
<p>die dich ganz plötzlich überrascht’.<br />
Ach, ich seh dich im Rad noch laufen.<br />
Du hast so gern wie ich genascht.<br />
Ich könnt mir neue Mäuse kaufen,</p>
<p>doch ist es damit nicht getan.<br />
Weil du mir wichtig warst, tut’s weh,<br />
sei es auch nur noch dann und wann,<br />
wenn ich in deine Ecke seh,</p>
<p>die leerer scheint, als sie es ist.<br />
So wird es immer wieder sein:<br />
wenn man etwas ganz stark vermisst,<br />
fühlt man sich überall allein.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schwindlig</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 09:18:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnitterlied]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf manchen Wegen spüre ich, wie meinem Engel schwindlig wird. Wenn Sehnsucht durch die Nächte strich und jeder Satz zum Reim gefriert. Dann bin ich da und außer mir, in mir ist nichts, das bleiben will. Ich spür die Klinke jener Tür zum Weltall. Alles ist so still und unscheinbar vor jenem Tor durch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf manchen Wegen spüre ich,<br />
wie meinem Engel schwindlig wird.<br />
Wenn Sehnsucht durch die Nächte strich<br />
und jeder Satz zum Reim gefriert.</p>
<p>Dann bin ich da und außer mir,<br />
in mir ist nichts, das bleiben will.<br />
Ich spür die Klinke jener Tür<br />
zum Weltall. Alles ist so still</p>
<p>und unscheinbar vor jenem Tor<br />
durch das sich jedes Sein verliert.<br />
So oft stand staunend ich davor,<br />
dass meinem Engel schwindlig wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schnitterlied</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 09:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnitterlied]]></category>

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		<description><![CDATA[Mondsichelmahd. Träume fallen zuhauf. Welchen – die Sonne naht – hebe ich auf? Tiefer, im Rahmen der stillen Pupille, schlafender Samen von Herz und Wille. Zeige mir, silberner Schnitter, die Ernte zu lesen! Dunkel ist es. Und bitter- kalt bei den Sternen gewesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mondsichelmahd.<br />
Träume fallen zuhauf.<br />
Welchen – die Sonne naht –<br />
hebe ich auf?</p>
<p>Tiefer, im Rahmen<br />
der stillen Pupille,<br />
schlafender Samen<br />
von Herz und Wille.</p>
<p>Zeige mir, silberner Schnitter,<br />
die Ernte zu lesen!<br />
Dunkel ist es. Und bitter-<br />
kalt bei den Sternen gewesen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schatten in Arkadien</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 09:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnitterlied]]></category>

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		<description><![CDATA[für Paul Celan Augen auf und Augen zu, ein neuer Tag, bald hast du Ruh. Die Zeit, das Rote Meer, wich lang zurück, umspült die Füße schon. Versteckt im Schatten triffst du Sophrosyne, die zarte, die durch Adoption grad erst zu mir gekommen. Der Morgen ist so ruhig, so ohne jeden Ton und bleich wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>für Paul Celan</em></p>
<p>Augen auf<br />
und Augen zu,<br />
ein neuer Tag,<br />
bald hast du Ruh.</p>
<p>Die Zeit,<br />
das Rote Meer,<br />
wich lang zurück,<br />
umspült die Füße schon.</p>
<p>Versteckt im Schatten<br />
triffst du Sophrosyne,<br />
die zarte, die durch Adoption<br />
grad erst zu mir gekommen.</p>
<p>Der Morgen ist so ruhig,<br />
so ohne jeden Ton<br />
und bleich<br />
wie „schwarze Milch“.</p>
<p>Wann ist sie ausgetrunken?<br />
Sprich mir Auge<br />
vom Iriskranz<br />
der Bläue.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Chance</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 09:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnitterlied]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere gestürzten Engel – totentraurig taumeln sie ins Antlitz unserer Feinde, lassen sich hassen von Herzen. Ihre einzige Chance. Der Schrei des Habichts über uns. Stille mischt ihn ins Blut. Schon flattert das Herz. Und wieder landet einer anderswo. Achselzuckend legen sich Flügel an. Versteckt, voller Scham.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsere gestürzten Engel –<br />
totentraurig<br />
taumeln sie<br />
ins Antlitz<br />
unserer Feinde,<br />
lassen sich<br />
hassen<br />
von Herzen.<br />
Ihre einzige Chance.</p>
<p>Der Schrei des Habichts<br />
über uns.<br />
Stille mischt ihn<br />
ins Blut.<br />
Schon<br />
flattert<br />
das Herz.</p>
<p>Und wieder<br />
landet einer<br />
anderswo.<br />
Achselzuckend<br />
legen sich<br />
Flügel an.<br />
Versteckt,<br />
voller Scham.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Auf der Schwelle</title>
		<link>http://katz.psychologie-aktuell.com/index.php/2009/09/11/auf-der-schwelle/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 09:13:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Katz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schnitterlied]]></category>

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		<description><![CDATA[Geöffnet liegt sie vor uns: weit, die Landschaft, karg möbliert mit den Insignien der Zeit. Wir gingen ungeniert durch frisch geworfnes Heu und hielten uns an jedes Hand, herzklopfend. Keinem war es neu, es war das alte stille Land das Land, wo Milch und Honig fließt. Noch träumst du und du witterst nur, und während [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geöffnet liegt sie vor uns: weit,<br />
die Landschaft, karg möbliert<br />
mit den Insignien der Zeit.<br />
Wir gingen ungeniert</p>
<p>durch frisch geworfnes Heu<br />
und hielten uns an jedes Hand,<br />
herzklopfend. Keinem war es neu,<br />
es war das alte stille Land</p>
<p>das Land, wo Milch und Honig fließt.<br />
Noch träumst du und du witterst nur,<br />
und während du stumm weiterziehst,<br />
folgst du im Herzen einer Spur,</p>
<p>die unerhört zu finden ist.<br />
Kein Laut erschallt im weiten Land.<br />
Du wendest dich mit einer List<br />
und hast im Dämmern dich erkannt.</p>
]]></content:encoded>
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